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Wie schon angedeutet, leben mit mir seit über 20 Jahren mindestens ein Meerschweichen, ab Ende 2004 sogar zwei Geschwister. Ich kann mir eigentlich die Wohnung ohne diese kleinen Racker nicht vorstellen. Der erste Bock, Jonny, kam ins Haus, als ich mich entschlossen hatte, ein Tier bei mir aufzunehmen. Es sollte aber ein Tier sein, dass leicht zu handhaben war. Also nicht ausgeführt werden musste und das auch gut alleine zuhause bleiben konnte. Jonny wurde zu einem riesigen Meerschweinchen, so gross wie ein Zwerghase. Sein Ende trat ein, als wir im Urlaub waren und er bei Freunden in Pflege war. Er konnte nicht mehr fressen und ist innerhalb weniger Tage eingeschlafen. Es folgte wenige Wochen später ein Benny. Er kam aus einem grossen Gartencenter mit Zooabteilung. Ihm fiel an einigen Stellen das Fell aus und der Tierarzt stellte fest, dass er zu früh von der Mutter abgenommen wurde. Es half nur Cortison, was wohl auch dazu führte, dass Benny sehr zierlich blieb und auch immer häufiger mit Durchfall zu kämpfen hatte. Dennoch wurde er über 7 Jahre alt, aber in den letzten Jahren konstant behandelt mit Durchfallmedikamenten. Am Schluss war es so schlimm, dass ich mich zum Einschläfern entschlossen habe.
Dann kam Andy. Ein sehr gesundes Böckchen, nicht besonders gross, aber immer gesund. Viel Spass haben wir miteinander gehabt. Nach 5 1/2 Jahren, an einem Mittwoch hörte er auf, zu fressen. Besuche beim Tierarzt halfen wenig. Nach 4 Tagen hatte er sich selber aufgegeben. Er zog sich in eine Ecke seines Käfigs zurück und blieb dort sitzen. Am Sonntag fuhren wir zur Tierärztin und liessen ihn einschläfern. Was ihm gefehlt hat, wissen wir nicht. Die Trauer war gross und es war klar, dass bald wieder ein neuer Bewohner einziehen muss. Diesmal ging es aber nicht den Weg in ein
Geschäft. Nein, diesmal ein ganz neuer Weg. Wir suchten einen Züchter im
Internet und hatten sehr bald einen sehr netten Kontakt mit den http://www.bremer-stadt-meeris.de.vu/
. Es war gerade ein Wurf angekommen und wir fuhren also nach Bremen, um uns die
Kleinen anzuschauen. Eine ganz tolle Zucht mit einem ausgebauten Dachgeschoss,
dass nur für die Meeris da ist. Eine riesige Anlage mit immer wieder neuen
Spielsachen. Von dem Wurf fielen uns gleich die beiden Extremen auf. Es wurde
alles abgesprochen und 5 Wochen später stand der Umzug bevor. Und dann kamen unsere beiden Mädchen. Alex und Nessaja. Gebohren am 24.10.2004. Alex die Grösste und Nessaja die Kleinste des Wurfes. Bis Ende November blieben sie bei der Mutter und dann zogen sie bei uns ein. Es ist schon etwas anderes, wenn zwei in einem Käfig hausen. Der Mensch ist nicht ganz so wichtig, wie bei alleine lebenden Meerschweinchen. Die Geschwister haben sich gut entwickelt und Nessaja lässt sich als die Kleine auch nicht alles gefallen, obgleich sie doch sehr zierlich geblieben ist. Alex dagegen ist ein stattliches Mädchen geworden.
Die beiden können mehrmals am Tag in einem Aussenbereich wandern. Dort haben wir einen Teppichbodenrest ausgelegt und mit Videokassetten und Büchern den Bereich begrenzt. Wobei die Bücher auch gerne angenagt werden, besonders von Nessaja. Geht´s am Wochenende mal an die Ostsee, kommen die beiden meist mit. Dann kommt der Käfig ins Auto und die Reise beginnt. Die beiden haben sehr schnell gelernt, dass ihnen hier bei nichts passiert, so dass sie schon nach ein paar Minuten aus ihrem Haus herauskommen und zu fressen beginnen. Ein Zeichen dafür, dass sie sich sicher fühlen.
21.4.2007 Die kleine Nessaja ist mit nicht einmal 2,5 Jahren gestorben. Was ist passiert? Als beide Durchfall im Februar hatten, waren wir mit ihnen beim Tierarzt. Dabei stellte man fest, dass Nessaja auch einen dicken Bauch hatte, weil sie Zysten an den Eierstöcken hatte. Die Behandlung des Durchfalls war nicht besonders schwierig. Aber Nessaja hatte weiterhin immer einen dicken Körper und wohl auch Schmerzen. So entschieden wir uns zu einer Operation, die auch gut überstanden wurde. Doch nach nicht ganz 2 Wochen, hörte sie auf, richtig zu fressen. Viele Besuche beim Tierarzt brachten keine Besserung. So wurde ließen wir sie eine Woche in der Klinik. Am Freitag rief ich an und man sagte mir, dass sie fresse und auch keine Medikamente mehr bekomme. Am Sonnabend solle ich sie dann abholen. Am Sonnabend dann morgens der Anruf, dass sie in der Nacht gestorben war. Um Mitternacht hatte sie noch Grünzeug zum Fressen bekommen und auch gefressen. Warum sie nicht mehr wollte, weiß keiner.
Die Zysten sind wohl eine häufig auftretende Krankheit bei Weibchen, wenn diese ohne Männchen leben. Ob die Operation der Auslöser für den Tod war, kann auch niemand sagen. Wir werden auf jeden Fall mit Operationen zurückhaltender sein. Von den Bremer Stadt Meeris haben wir eine Woche später eine kleine Scarlett und ein 1,5 Jahre altes kastriertes Böckchen - Acapulco - bekommen. Die beiden gehen sehr lieb miteinander um und so langsam kann man sie auch mit Alex zusammen alleine lassen. Bilder werden bald folgen. Übrigens, eigentlich sind wir ja jetzt zu viert. Denn häufig ist auch noch ein weiteres Weibchen, die Kleine Lucie, von meinem Freund in den Häusern. Sie ist etwas über ein halbes Jahr alt und hat sich mit Alex schon immer sehr gut verstanden. Sie war auch da, als die Nessaja in einem Einzelkäfig gesessen hatte. Da Alex überhaupt nicht alleine sein mag, hat sie so den Verlust von Nessaja nicht so bemerkt. Lucie hat aber mit den neuen Beiden so ihre Probleme gehabt. Erst jetzt nach zwei Wochen haben sie sich nach einer Autofahrt an die Ostsee in einem Käfig auch aneinander gewöhnt und es klappt jetzt immer besser.
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